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Vita di Padre Pio

Francesco Forgione wurde am 25. Mai 1887 als Kind von Grazio Forgione und Maria Giuseppa Di Nunzio, in einem kleinen Haus mit nur zwei Zimmern in Pietrelcina in der Provinz Benevent geboren. Francesco wurde sofort getauft, weil man befürchtete, er könne sterben, wie es seinen zwei Geschwistern vor ihm ergangen war. Pietrelcina war ein kleines Dorf in dem Bauern lebten. Der Alltag der einfachen Bergleute bestand aus harter Arbeit, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das sind die Wurzeln des Padre Pio.

Bereits im Alter von sechs Jahren hatte er ein ungewöhnliches Gebetsleben entwickelt. Während der Arbeit auf den Feldern betete er bereits manchmal stundenlang.


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Mit fünfzehn Jahren am 6. Januar 1903 tritt er in das Noviziat der Kapuziner von Morcone ein und erhält den Namen Pio. Er wollte schon als Kind Kapuziner werden, weil die einen Bart hatten. Am 22. Januar 1904, in Anwesenheit der Eltern und der ganzen Gemeinde, versprach Bruder Pio Gott in Gehorsam, in Armut, in Keuschheit, nach dem Beispiel des Bruders von Assisi zu leben. Er trägt sein Versprechen in das Profess-Buch ein. Als junger Mönch verzichtete er häufig auf Nahrung und erkrankte – nur auf Raten der Ärzte schränkte er sein Fasten etwas ein. 1906 beginnt er sein Studium, um Priester zu werden. Daraufhin war er kurz im Kloster von San Marco La Catola in der Provinz von Foggia. Am 10. August wurde er im Dom von Benevento zum Priester geweiht, in Anwesenheit seiner Mutter und Geschwister, der Vater war abwesend, weil er nach Amerika ausgewandert war, um dort Geld für seine Familie zu verdienen. Francesco war zu diesem Zeitpunkt 23 Jahre alt. Vier Tage später sang er seine erste Messe in der kleinen Kirche von Pietrelcina und er schrieb wie folgt auf die Gedenktafel, die an sein Heiliges Werk erinnern soll:

 

 

 

 

 

 

 

"Jesus, mein Atem und mein Leben heute, daß ich ängstlich dich erhebe in ein Geheimnis der Liebe mit dir sei ich für die Welt Weg, Wahrheit, Leben und für dich heiliger Priester vollkommenes Opfer." Padre Pio

 


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Im 1.Weltkrieg musste er auch zum Militär, wurde aber wegen häufiger Krankheit wieder entlassen. Am 28.Juli 1916 kam er jetzt auf die Hochfläche des Gargano, nach San Giovanni Rotondo, wo er bis zu seinem Tod blieb. Die Höhenluft tat ihm gut. San Giovanni Rotondo, ein Ort ohne jegliche Bedeutung - damals gab es noch nicht einmal ein Hotel am Ort. Einige Zeit darauf setzte schon der Pilgerstrom ein – sie kamen aus der ganzen Welt. Menschen mit unterschiedlichster gesellschaftlicher Stellung und Bildungsgraden – ebenso mit unterschiedlichsten Motiven. Das Kloster von Santa Maria delle Grazie wurde erweitert und die Mitbrüder halfen die Pilger zu betreuen und die Flut an Post zu bewältigen.

 


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Mons. Giancarlo Setti aus Florenz erzählte über die Faszination, die von Padre Pio ausging. Padre Pio machte ihm den Vorschlag, wenn er sich der Gebetsgruppen annähme würde er sich seiner Seele annehmen. Padre Pio ging oft schon um ein oder zwei Uhr nachts in den Chorraum, um sich vor dem Allerheiligsten auf den Gottesdienst vorzubereiten. Seine einzigen kurzen Erholungen erhielt er bei seinen Aufenthalten in Pietrelcina. Dort zog er sich in eine der Strohhütten zurück, die dort immer noch standen. Seine Strohhütte stand unter einer Ulme, deren Stamm heute von einer Kapelle umbaut ist. Er erinnert sich dort wieder an die Visionen der Jugendzeit. Er schreibt in einem Brief an seinen Seelenführer:

 

 

 

 

 

 

 

„Wir alle sind geschaffen dem vielgeliebten Sohne Gottes ähnlich zu werden und um sich in ihn zu verwandeln. Jesus du bist die Liebe, die mich an dich zieht, doch diese Liebe ist gekreuzigt, man findet sie nur am Kreuz.“ Padre Pio

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Zum ersten Mal verspürt er Schmerzen in den Händen. Der Weg zur Campagna zum Gargano gleicht dem Kreuzzug zum Kalvarienberg.


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1918, als das Kloster noch klein und verlassen war hatte Padre Pio in der Sakristei ein Erlebnis. Es war der 5. August - es erschien ihm eine himmlische Gestalt mit einer Lanze. Er befand sich im Todeskampf - danach war er drei Tage lang krank.

 

„Ich spreche mit Ergebenheit mein Ja zu deinem Willen.“ Padre Pio

 

 

 

Am 20. September 1918 am Altar des Heiligen Franz von Assisis, verharrte er, nachdem er die Heilige Messe gefeiert hatte, verharrte er stundenlang im Chor in Betrachtung und schrieb anschließend an seinen Seelenführer:

 

 

 

 

 

 

„Plötzlich überkam mich eine seltene Müdigkeit, wie ein leichter, süßer Schlaf. Geist und Körper versanken in eine unbeschreibliche Ruhe. Um mich herum war es vollständig still. Ich fühlte einen großen Frieden und vollkommene Losgelöstheit von Allem. Das alles geschah blitzartig und plötzlich sah ich wieder vor mir - jene geheimnisvolle Gestalt - ähnlich, wie ich sie am 5.August gesehen hatte, nur dass sie diesmal aus Händen und Füßen stark blutete. Es war ein erschreckender Anblick. Was ich in diesem Augenblick fühlte, kann ich nicht beschreiben. Ich glaubte zu sterben. Ich wäre sicher gestorben, wenn nicht der Herr meinem Herzen, das in meiner Brust zu zerspringen drohte, zu Hilfe geeilt wäre. Als dann die Gestalt entschwunden war, sah ich, dass meine Hände, meine Füße, meine Seite durchbohrt waren und Blut strömte aus den Wunden. Können Sie sich die Schmerzen vorstellen, die ich dabei erlitten habe und erleide, fast ununterbrochen, fast jeden Tag. Wird wohl Jesus, der so gütig ist, diese Prüfung von mir nehmen. Ich werde ihn laut und innständig beschwören, dass er mich wenigstens von diesen äußeren Zeichen befreien möge, aber nicht von den Qualen und Schmerzen." Padre Pio

 

 

Pater Eusebio, der fünf Jahre in der Nähe des Padre verbrachte, war einer der wenigen, der die Brustwunde gesehen hat – eine ungefähr sieben Zentimeter lange, frische Wunde.


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Papst Benedikt XV. war sehr positiv eingestellt zu Padre Pio – Zweifler schickte er immer direkt nach San Giovanni Rotondo – damit sie vor Ort persönlich Padre Pio besuchen sollten.

1922 stirbt Papst Benedikt XV. – es folgten nun die zehn schwierigsten Jahre für Padre Pio.


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Durch Neid und Missgunst beim heiligen Stuhl vorgebrachte Intrigen gingen sogar soweit, dass die damalige denominierte Kongregation für die Glaubensdoktrin behauptete, dass Padre Pio ein Besessener sei. Von da ab nahm der Heilige Stuhl unter Papst Pius XI die Meinung ein und mit dem Ziel, beauftragte er eine Reihe von Sachverständigen, um zu begutachten, was sich mit Padre Pio zutrug. Der Bericht des Professor Bignami äußerte sich in dem Sinne, jegliche mystische Natur der Wunden des Padre Pio zu verneinen. Als Folge der schweren Verleumdungen wurden von der irregeführten kirchlichen Obrigkeit ab Juni 1922 strenge Maßnahmen gegen Padre Pio verfügt: Verbot jeglicher geistlicher Korrespondenz, selbst mit seinen Beichtvätern; Verbot öffentlicher Messfeiern; Verlegung des Paters in ein anderes Kloster. Tatsächlich konnten die letzten beiden Verfügungen wegen des heftigen Widerstandes der örtlichen Bevölkerung nicht durchgesetzt werden. 1931 gipfelte dann die Verfolgung darin, dass ihm die Ausübung jeden Amtes untersagt wurde, mit Ausnahme der privaten Messfeier. Padre Pio sollte abgeschieden in seinem Kloster leben. Diese schmerzliche Situation dauerte zwei Jahre. Er gehorchte ohne Widerrede und nutzte diese Zeit zur Weiterbildung. Wie alle Eingekerkerten stürzt er sich auf die Bücher. Er las 35 Bände Weltgeschichte, 16 Bände Papstgeschichte und 28 Bände Kirchengeschichte von Rohrbacher. Der Heilige Stuhl war erst zufrieden, als Professor Giorgio Festa die fünf Wundmale untersuchte und dann wie folgt Bericht erstattete: "während ich die Wunden an den Händen und an der Seite untersuchte, rannen schwach aber kontinuierlich Blutstropfen aus ihren Konturen. ..um die Verletzung Padre Pios gut untersuchen zu können, half ich ihm selbst, die Strümpfe auszuziehen und sofort nahm ich wahr, dass sie reichlich mit Blut gefüllt waren." Im Juli 1933 erhielt der Padre alle priesterlichen Befugnisse wieder.

Dieses Verhalten, alles mit Gehorsam hinzunehmen, nie etwas gegen diese Kirchenvertreter und den Vatikan zu sagen, trotz allen Lügen, Intrigen und Verbote seitens der Kirche gegen ihn hat er nie reklamiert, sondern nur still und einsam wegen alledem gelitten, finde ich persönlich äußerst bewundernswert.

Er versteht die Stigmata als Auftrag das Kreuzesleiden Christi zu tragen. Er ist überzeugt, dass er durch die freiwillige Annahme der Leiden, die Bekehrung Vieler erwirken kann. Auf allen seinen Wegen warten Pilger und Freunde – für alle hatte er Zeit, nur für sich selbst nicht.


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Er saß teilweise bis zu zwölf Stunden im Beichtstuhl. Kreuz und Leiden nahm er gern auf sich. Es ging ihm einzig und allein darum, Seelen zu retten. Wunder und Gnaden erbat er nur für andere, nie für sich. Er hat uns allen gezeigt, was es heißt, das Kreuz in Demut und Geduld auf sich zu nehmen. Obwohl er körperlich oft nicht mehr konnte, hat er nie aufbegehrt oder sich beklagt. Damit ahmte er Christus vollkommen nach.

Padre Pio der zahlreiche göttliche Visionen hatte, wurde aber auch von teuflischen Qualen heimgesucht: Seine Haltung solchen Phänomenen gegenüber war sorglos; wie die Haltung eines Mannes, der aus Liebe zu Gott alles auf sich nimmt. Er sprach über diese Erscheinungen mit seinem geistlichen Vater, Padre Benedetto aus San Marco in Lamis und mit seinem Beichtvater, Padre Agostino. Er sprach auch manchmal von akuten Schmerzen in der Herzgegend, die bis in die Hände und in die Füße zu gehen schienen und ihn die ganze Woche von Dienstag bis Samstag quälten. Des Nachts geschahen in seiner Zelle unerklärliche Dinge; laute Geräusche erschreckten seine Mitbrüder. Diese fragten sich, was sich wohl zwischen den Mauern zutrage und Padre Pio antwortete, dass er unentwegt jede Nacht mit dem Teufel kämpfe und da er diese Kämpfe stets siegreich beendete, zöge sich der Teufel dann mit Getöse zurück. Es schien ihnen schwer, diesen mittelalterlichen Phänomenen Glauben zu schenken, aber Monsignor D' Agostino, der Bischof von Ariano Irpino und Padre Paolino von Casacalenda, die in dieser Periode in der Bruderschaft waren, wurden Zeuge davon.


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Padre Pio hat einige Heilungen bewirkt, aber die bemerkenswerteste ist die Heilung eines Mädchens ohne Pupillen:

Ohne Zweifel war Gemma di Giorgi ein außergewöhnlicher Fall. Sie war blind, ohne Pupillen geboren. Alsbald bemerkten die Eltern die Missbildung der Kleinen, und sie beteten, denn nur ein Wunder hätte dem Mädchen das Augenlicht wiedergeben können. Eines Tages riet ihnen eine befreundete Ordensschwester sich an einen Ordensbruder der Wundmale hatte zu wenden, denn er vollbrächte mit seinen Gebeten Wunder. Die Großmutter des Mädchens klammerte sich sofort an diese Hoffnung und bat die Ordensschwester Padre Pio zu schreiben. Sie schrieb doch erhielt sie keine Antwort, jedoch erschien ihr der Ordensbruder eines Nachts im Traum; er wollte das Mädchen kennen lernen. Und immer in diesem Traum machte Padre Pio das Zeichen des Kreuzes über die Augen des Mädchens.

Am Tag danach erhielt die Ordensschwester die Antwort Padre Pios, die seine Gebete für das Mädchen bestätigten. Und so ermutigte sie die Familie dazu mit dem Mädchen nach San Giovanni zu reisen, obgleich die Reise lang und anstrengend sein sollte, reiste auch die Großmutter voll mit Hoffnungen mit ihnen.

Gemma schien es als könne sie Schatten erkennen, aber die skeptische Großmutter widersprach ihr, denn es währe nicht möglich, weil ihre Augen noch keine Pupillen hätten. Die Großmutter setzte dem Mädchen zu, sie solle Padre Pio um die Gnade der Heilung bitten, aber das Mädchen blieb so vollkommen starr vor Erstaunen den Priester, der ihr mit geschlossener Hand die Augen segnete, zu sehen, dass sie es vollkommen vergaß. Die Großmutter weinte darüber, denn sie dachte dass diese Reise zu nichts führen würde. Doch als es ihr gelang mit Padre Pio zu sprechen, beruhigte er sie denn das Mädchen könne jetzt sehen. Die Freude der Großmutter war so groß, dass sie das Mädchen ihre erste Kommunion in der Kirche von San Giovanni machen ließ, wo sie die Gnade erhalten hatte. Während der Rückreise erkrankte die Großmutter und sie waren gezwungen sich in Cosenza aufzuhalten. Bevor sie ihre Reise wieder aufnahmen, schickte sie das Mädchen zum Augenarzt, der sich nicht erklä­ren konnte wie es möglich sei dass das Mädchen sehen könne. Dank Padre Pio konnte das Mädchen Gemma ein normales, ernsthaftes Leben führen.

Padre Pio heilte nicht mit großen Zeremonien, sondern er segnete einfach nur die Augen der Gemma.


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Er hat wohl viele Menschen geheilt, ihnen geholfen und sie bekehrt, so erhielt er auch viele Spenden. Er träumte von einem großen Krankenhaus in der nähe seiner Kirche, ein Zufluchtsort für bedürftige Kranke, welchem er den Namen "Casa Sollievo della Sofferenza" (Erlösung der Leiden) geben wollte. Diese großartige Idee Padre Pios erwuchs aus seiner enormen Güte und aus seinem tiefen Wunsch die Schmerzen der Leidenden erleichtern zu wollen. Am 19. Mai 1947 wurde dann mit dem Bau begonnen, dessen Einweihung am 5. Mai 1956 stattfand.

Die einzige Freizeitbeschäftigung des Padre war das Gebet. Pabst Pius XII. rief auf Grund des wütenden II. Weltkriegs zur Gründung von Gebetgruppen auf, um das Wort Gottes anzuwenden und es zu verbreiten, um die Botschaft von Liebe und Brüderlichkeit der katholischen Religion in die Tat umzusetzen. Padre Pio erschuf die erste Gebetsgruppe schon im weit entfernten Jahr1940, als sich um ihn herum seine geistlichen Söhne versammelten, gab ihnen der Ordensbruder vom Gargano mit diesen Worten den Rosenkranz auf:

"Betet, betet mit mir zusammen zum Herrn weil die ganze Welt das Gebet braucht. Und jeden Tag wenn euer Herz noch mehr die Einsamkeit dieses Lebens spürt, dann betet, betet zum Herrn, denn auch Gott braucht eure Gebete. " Padre Pio

Heute gibt es in Italien über 2.300 Gebetsgruppen, die sich an der Spiritualität von Pater Pio orientieren, hinzu kommen weitere 400 Gruppen in aller Welt. San Giovanni Rotondo ist die meistbesuchte Pilgerstätte für Hilfesuchende aus aller Welt: 7 Millionen Besucher kommen jedes mehr, fast doppelt so viel wie nach Lourdes, täglich werden 1 Million € umgesetzt. Pater Pio ist in Italien und der mit Abstand beliebteste Heilige, Fernsehfilme über ihn haben Rekord-Zuschauerzahlen.

Von einem Platz unterhalb des Klosters konnte man das Fenster Padre Pios sehen. Jeden Abend sagten ihm seine Freunde auf echt süditalienisch „Buona Notte“. Sie sangen und beteten und winkten ihm mit Tüchern – er erschien dann auch am Fenster und winkte mit einem weißen Tuch zurück. Ein Meer von Tüchern, begleitet von „Viva“ –Rufen verabschiedeten den Padre für die kurze Nacht.

Am 20. September fanden die Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Stigmatisation von Padre Pio statt. Einen Tag später war ein Internationales Treffen der Gebetsgruppen in San Giovanni Rotondo. Am 22. September feierte er aus Anlass des Kongresses ein feierliches Amt. Sein Letztes, was da aber noch niemand wusste.


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„Hoffentlich ist die letzte Kommunion so rein, wie die Erste. Sei immer gut demütig und bescheiden. Wichtiger ist es, dass du an deiner Seele geheilt wirst, als an deinem Körper“ Padre Pio

Er sang mit größter Anstrengung in seiner letzten Messe das Vater Unser. Die Menschen, die diesem Gottesdienst beiwohnten werden es nie vergessen. Am Ende der Messe trennte sich Padre Pio nur zögernd von seinem geliebten Altar. Er musste gestützt werden und hatte wohl eine kurze Ohnmacht, aber dann ging es wieder. Er nahm an dem Tag noch fünfmal die Beichte ab. Niemand ahnte, dass er in der Nacht sterben würde. Um Mitternacht rief er Padre Pellegrino zu sich und bat ihn, ihm die Beichte abzunehmen. Er sagte zu ihm: „Wenn der Herr mich heute ruft, dann bitte alle meine Mitbrüder um Verzeihung um alles Ärgernis, das ich ihnen gegeben habe und bitte sie um ein Gebet für mich und die geistigen Kinder.“ Padre Pellegrino bat ihn auch um den Segen für sich und seine Mitbrüder. Dann hat Padre Pio sein Ordensgelübde noch mal abgelegt. Daraufhin betet er bis zu seinem Tode, die Worte: Jesus, Maria.

Am Montag, den 23. September 1968 früh um 2 Uhr 30 † ist Padre Pio in San Giovanni Rotondo gestorben. Genau 50 Jahre und 3 Tage nachdem er die Wundmale erhalten hat.

Ganz früh am Morgen standen die Menschen vor der Kirche und wollten mit Padre Pio um fünf Uhr den Gottesdienst feiern. Dann kamen die Ordensleute heraus und verkündeten, das Padre Pio gestorben ist. Die Nachricht verbreitete sich schnell in Italien und dann in der ganzen Welt. Vom Montag um halb neun bis Donnerstag um viertel vor zehn Uhr kamen die Menschen. Rund um die Uhr kamen die Menschen um Abschied von ihrem geliebten Padre Pio zu nehmen.


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Dann setzte sich der Trauerzug um 15:00 Uhr in Gang - vom Kloster in das Dorf und wieder zurück. Vier Stunden war der Zug für die acht Kilometer unterwegs. Über 100. 000 Menschen aus aller Herren Länder waren gekommen um Padre Pio auf seinem letzten Weg zu begleiten.

Die Welt hat einen wahren Vater und Menschen verloren!

Das Requiem feierte der Ordensgeneral der Kapuziner mit 24 Priestern. Dann wurde Padre Pio in der Gruft in der Kirche des Klosters beigesetzt, die nach vier Jahren genau an seinem Todestag fertig gestellt wurde. Die Verehrung des Padre Pio geht aber weiter und die Seligsprechung kam in Gange.

„Vom Himmel her kann ich noch mehr für Euch tun, als hier auf Erden“ Padre Pio


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Vom 1.-3. November 1974 besuchte Papst Johannes Paul II. zum ersten Mal seit seinem Besuch als Student wieder San Giovanni Rotondo.

Am 23. Mai 1987 zelebrierte Papst Johannes Paul II. eine Eucharistiefeier in San Giovanni Rotondo im Freien. Er wurde von 60.000 Besuchern herzlich begrüßt. Er dankt Gott dafür, dass er den Menschen einen Mann, wie Padre Pio gegeben hat und das er das in diesem stürmischen Jahrhundert getan hat. Anschließend kniet er in der Krypta vor dem Sarg nieder und betet. Nach dem Besuch der Mutter Gottes besucht er auch das Spital am Vorabend des Jubiläums des 100. Geburtstages von Padre Pio. In seiner Ansprache zitiert er Padre Pio:

 

"In jedem Kranken ist es Jesus, der leidet. In jedem Armen ist es Jesus, der entbehrt. In jedem armen Kranken verbirgt sich Jesus in zweifacher Weise – als Armer und als Leidender.“ Padre Pio

Bereits im April 1947 hat Papst Johannes Paul II., damals noch ein junger polnischer Priester die außergewöhnlichen Gaben von Padre Pio erfahren. Er ging zu ihm zur Beichte und wohnte einer Messe bei. Padre Pio prophezeite ihm nicht nur seine Wahl zum Papst, sondern auch das Attentat 1981.

„Padre Pio predigte die Leidensgeschichte Jesu, den Tod und die Auferstehung unseres Herrn sein durch ganzes Leben.“ Papst Johannes Paul II.

Am 20. Februar 1971, knapp drei Jahre nach dem Tode Padre Pios, äußerte Paul VI. gegenüber den Oberen des Kapuzinerordens:

"Seht, welchen Ruhm er erlangt hat, welch weltweite Gefolgschaft er um sich gesammelt hat! Und warum? Weil er vielleicht ein Philosoph war? Weil er ein weiser Mann war? Weil er bemittelt war? Weil er demütig die Messe feierte, vom Morgen bis zum Abend Beichte hörte, und weil er, schwer zu sagen, ein mit den Wundmalen unseres Herrn gezeichneter Stellvertreter war, ein Mann des Gebets und des Leidens".

Schon während seines Lebens stand er im Ruf der Heiligkeit, die seinen Tugenden, seinem Gebetseifer, dem Opfergeist und der Ganzhingabe für das Heil der Menschen zuzuschreiben war.
In den Jahren nach seinem Tod wurde der Ruf der Heiligkeit und Wundertätigkeit zu einem Ausdruck des kirchlichen Lebens und verbreitete sich unter allen Volksschichten in der ganzen Welt.


So gab Gott der Kirche seine Absicht kund, seinen treuen Diener auf Erden zu verherrlichen. Nach nicht allzu langer Zeit unternahm der Kapuzinerorden die nach dem kanonischen Gesetz vorgeschriebenen Schritte, um den Selig- und Heiligsprechungsprozess einzuleiten. Nach eingehender Prüfung erteilte der Heilige Stuhl gemäß dem Motu Proprio "Sanctitas Clarior" am 29. November 1982 das "Nihil obstat". Der Erzbischof von Manfredonia konnte so das Kanonisierungsverfahren einleiten und den Ermittlungsprozess durchführen (1983-1990), dessen rechtliche Gültigkeit von der Kongregation für die Heiligsprechungsprozesse am 7. Dezember 1990 bestätigt wurde.

Nach Abschluss der Positio wurde wie üblich überprüft, ob der Diener Gottes den heroischen Tugendgrad erreicht hatte. Am 13. Juni 1997 fand die zuständige Versammlung der theologischen Berater statt und endete mit positivem Ergebnis. In der ordentlichen Sitzung vom darauf folgenden 21. Oktober bestätigten die Kardinäle und Bischöfe im Beisein des Referenten Bischof Andrea Maria Erba (Velletri-Segni), dass Pater Pio von Pietrelcina die göttlichen Tugenden, die Kardinaltugenden sowie die damit verbundenen Tugenden in heroischem Grad geübt hat.


In Gegenwart von Papst Johannes Paul II. wurde am 18. Dezember 1997 das Dekret über den heroischen Tugendgrad promulgiert.

Am 2. Mai1999 sprach Johannes Paul II. die Seligsprechung des Ehrwürdigen Dieners Gottes Padre Pio aus. Schon damals konnte der Petersplatz die Menge der Millionen von jubelnden Gläubigen die den Feierlichkeiten beiwohnen wollten, nicht fassen.


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Am 16. Juni 2002 schließlich wurde Padre Pio heilig gesprochen, nur 34 Jahre nach seinem Tod und damit so schnell wie noch kein anderer Heiliger zuvor.

Sein liturgischer Gedenktag ist ein verpflichtender im allgemeinen Römischen Kalender – es ist der 23. September, der Tag seiner Geburt im Himmel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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